Meckern kann jeder

Feridun Zaimoglu – BREmerhaven

Erschienen: Blogale

Freitag 12:03 Uhr, Stadtbibliothek Bremerhaven. „Herr Zaimoglu ist leider noch nicht da“, heißt die leise Ankündigung einer Mitarbeiterin. Aber im Foyer gebe es einen Kaffeeautomaten. Einige Schüler erheben sich langsam, doch der Autor steht schon in der Tür. Unscheinbar, ganz in schwarz gekleidet und mit einem breiten Lächeln im Gesicht schreitet er an den Stuhlreihen bremerhaven2vorbei, setzt sich ans Pult und rückt sich das Mikrofon zurecht. Eine Ankündigung gibt es heute nicht – dafür fehle die Zeit, denn der Moderator suche noch nach einem Parkplatz – und Zaimoglu will keine Zeit verlieren: „Ich bin preußisch erzogen worden. Lieber wartet man, als dass man warten lässt“, erklärt er und eröffnet seinen ersten Auftritt auf der Globale mit dem Titel Das Schreiben als Beruf, der Schriftsteller erklärt sich.

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Interview mit Feridun Zaimoglu

„Das Buch ist klüger als ich“

Erschienen: Blogale

Ein Gespräch mit Feridun Zaimoglu

Herr Zaimoglu, in Ihrem neuen Roman Siebentürmeviertel geht es um die Geschichte eines deutschen Jungen, der mit seinem Vater in die Türkei flüchtet. Sie sind dagegen als kleines Kind den anderen Weg gegangen und aus der Türkei nach Deutschland gekommen. Lag für Sie der Reiz beim Schreiben darin, einen Gegenentwurf zur eigenen Geschichte zu entwickeln?

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